Bad & Sanierung

Wasserhärte in Österreich: Den Wert für Ihre Adresse finden

Redaktion Installateur.at 26. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Für die Einstellung des Geschirrspülers brauchen Sie die Wasserhärte an Ihrer Adresse. Ein einzelner Wert für ganz Wien, Graz oder Linz reicht dafür nicht immer aus: Versorgungsgebiet, Wasserquelle und Mischung können sich unterscheiden. Fragen Sie beim örtlichen Wasserversorger nach dem aktuellen Wert oder dem vorgesehenen Einstellbereich.

Was der Härtewert beschreibt

Die Wasserhärte hängt vor allem von gelösten Calcium- und Magnesiumverbindungen ab. Angegeben wird sie häufig in Grad deutscher Härte, kurz °dH, oder in Millimol pro Liter. Achten Sie beim Übertragen in eine Geräteanleitung auf die Einheit und darauf, ob Gesamthärte oder eine andere Kenngröße gemeint ist.

Wasserhärte ist nur eine Eigenschaft des Wassers. Sie sagt allein nicht, ob es als Trinkwasser geeignet ist. Für die Beurteilung werden weitere chemische und mikrobiologische Parameter untersucht. Die AGES erklärt Trinkwasserbefunde und deren Kontrolle.

So kommen Sie zum passenden Wert

  1. Suchen Sie den zuständigen Versorger auf Ihrer Abrechnung oder fragen Sie Gemeinde beziehungsweise Hausverwaltung.
  2. Prüfen Sie, ob dessen Angaben ausdrücklich Ihr Versorgungsgebiet abdecken und wann die Messung oder Information aktualisiert wurde.
  3. Fragen Sie bei mehreren Wasserquellen nach Schwankungen und einer Empfehlung für die Geräteeinstellung.
  4. Klären Sie, ob im Haus bereits eine Enthärtungsanlage arbeitet. Dann kann der Wert am eigenen Hahn vom Versorgerwert abweichen.

Ein Teststreifen kann eine grobe Orientierung geben. Halten Sie Ablesezeit und Anwendung ein. Für die Auslegung oder Kontrolle einer Aufbereitungsanlage sollte der betreuende Betrieb eine dafür geeignete Messung vornehmen. Ein alter Wert aus einer Internettabelle ersetzt diese Prüfung nicht.

Beispiel Wien: eine Spanne statt eines Stadtwerts

Die Stadt Wien nennt am 7. September 2026 in der Regel 6 bis 12 °dH. Bei zusätzlicher Grundwassereinspeisung können in den Bezirken 2, 3, 11, 20, 21 und 22 ausnahmsweise bis zu 20 °dH auftreten. Die offizielle Seite enthält eine Bezirkstabelle und Hinweise zur Geräteeinstellung.

Auch die Bezeichnungen „weich“, „mittel“ und „hart“ werden nicht in jeder Quelle mit denselben Grenzen verwendet. Entscheidend für das Gerät ist deshalb die Zuordnung in seiner Anleitung anhand des Zahlenwerts. Übernehmen Sie nicht einfach eine fremde Härtebereichsnummer.

Was Sie im Haushalt anpassen können

Dosieren Sie Waschmittel nach Wasserhärte, Wäschemenge und Verschmutzung entsprechend der Packung. Stellen Sie die Enthärtung des Geschirrspülers nach Geräteanleitung ein und verwenden Sie erforderliches Regeneriersalz. Mehr Waschmittel oder zusätzliche Entkalker sind nicht automatisch besser.

Entfernen Sie Kalk von Armaturen mit freigegebenen Reinigern und den vorgesehenen Einwirkzeiten. Essig ist nicht für jede Oberfläche oder Dichtung geeignet. Hinweise dazu finden Sie im Artikel Wasserhahn tropft. Bei einem Warmwasserspeicher richten sich Kontrolle und Reinigung nach dem Gerät; mehr dazu unter Boiler entkalken.

Braucht das Haus eine Enthärtungsanlage?

Ein harter Messwert allein beantwortet die Kaufentscheidung noch nicht. Klären Sie, welche konkreten Ablagerungsprobleme auftreten, welche Geräte betroffen sind und welche laufende Wartung eine Anlage braucht. Kosten, zusätzlicher Wasserverbrauch und Verbrauchsmittel gehören mit in den Vergleich.

Eine Aufbereitung soll ein bestimmtes Problem lösen. Sie ist keine allgemeine Verbesserung jeder Trinkwasserversorgung. Den Unterschied zwischen Ionenaustausch, Kalkschutz und anderen Verfahren erläutert der Ratgeber zu Wasserenthärtungsanlagen.

Häufige Fragen

Wo finde ich die Wasserhärte meiner Wohnung?

Beim zuständigen Wasserversorger, über Gemeinde oder Hausverwaltung. Fragen Sie nach dem Wert für Ihr Versorgungsgebiet und danach, ob im Haus eine eigene Enthärtung arbeitet.

Wie hart ist das Wiener Wasser?

Die Stadt nennt im September 2026 üblicherweise 6 bis 12 °dH. Bei zusätzlichem Grundwasser können einzelne Bezirke ausnahmsweise bis zu 20 °dH erreichen; beachten Sie die Versorgerhinweise.

Ist hartes Wasser automatisch schlechtes Trinkwasser?

Nein. Wasserhärte beschreibt vor allem Calcium- und Magnesiumverbindungen. Für die Trinkwassereignung sind viele weitere chemische und mikrobiologische Parameter relevant; ein Härtewert allein reicht nicht.

Welche Härtestufe stelle ich am Geschirrspüler ein?

Ordnen Sie den örtlichen Zahlenwert anhand der Tabelle in Ihrer Geräteanleitung zu. Härtebereichsnummern und Bezeichnungen verschiedener Quellen sind nicht immer identisch und sollten nicht blind übernommen werden.

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