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+5 In Wien heizen sehr viele Wohnungen mit einer Gastherme. Was beim Tausch erlaubt ist, wann die Stadt fördert und wer in der Mietwohnung zahlt, steht unten. Zuerst die Betriebe.
Die Therme ist ausgefallen. Lassen Sie zuerst prüfen, ob sich eine Reparatur noch lohnt. Brauchen Sie sofort jemanden, finden Sie Betriebe im Installateur-Notdienst.
Die Therme ist alt, läuft aber. Eine Pflicht zum Tausch gibt es nicht. Bei der jährlichen Thermenwartung sieht der Betrieb, wie es um das Gerät steht. Dann bleibt Zeit, in Ruhe zu entscheiden: wieder ein Gasgerät oder ein Umstieg.
Sie wollen weg vom Gas. In einer Wohnung hängt das meist am ganzen Haus, fragen Sie die Hausverwaltung, ob ein Fernwärmeanschluss geplant ist. Im Einfamilienhaus lohnt ein Blick auf die Seite zur Wärmepumpe.
Was erlaubt ist, wer zahlt und was beim Tausch dazukommt.
Eine gesetzliche Pflicht, eine funktionierende Gastherme in einem bestehenden Gebäude zu ersetzen, gibt es derzeit nicht. Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz verbietet fossile Heizungen nur in neuen Gebäuden. Ein Gesetz für den Ausstieg im Bestand wurde im Parlament eingebracht, ist aber nicht beschlossen (Stand Oktober 2026). Tauschen müssen Sie in der Praxis, wenn das Gerät nicht mehr sicher läuft oder sich eine Reparatur nicht mehr lohnt. Das sieht der Betrieb bei der Thermenwartung.
Ja, in einem bestehenden Gebäude ist der Tausch Gas gegen Gas weiterhin erlaubt. Die Wiener Klimaschutzgebiete betreffen Neubauten, nicht den Gerätetausch in Ihrer Wohnung. Neue Geräte müssen aber die EU-Vorgaben zur Effizienz erfüllen, deshalb wird heute in der Regel ein Brennwertgerät eingebaut. Für einen Tausch Gas gegen Gas gibt es keine Förderung.
Ein Brennwertgerät nutzt auch die Wärme im Abgas, dabei entsteht Kondenswasser. Es braucht einen Abfluss für das Kondensat und eine passende Abgasführung, oft muss deshalb der Kamin angepasst oder ein Rohr eingezogen werden. Für Geräte an einem gemeinsam genutzten Kamin kennt die EU-Verordnung eine Ausnahme. Was in Ihrem Haus geht, klären Installateur und Rauchfangkehrer vor dem Angebot. Fragen Sie, ob Arbeiten am Kamin im Preis enthalten sind.
Ist die Therme mitvermietet, zahlt Reparatur und Austausch der Vermieter, die regelmäßige Wartung zahlen Sie. So steht es seit 2015 im Mietrechtsgesetz (§ 3 und § 8 MRG). Laut Arbeiterkammer gilt das im Voll- und Teilanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes und bei Genossenschaftswohnungen; in Ein- und Zweifamilienhäusern kann der Mietvertrag unter Umständen anderes regeln. Eine Therme, die Sie selbst eingebaut haben, bleibt Ihre Sache. Melden Sie den Defekt schriftlich und heben Sie die Wartungsprotokolle auf: War eine unterlassene Wartung nachweislich die Ursache, kann der Vermieter einen Teil der Kosten zurückverlangen.
Die Therme in Ihrer Wohnung tauschen Sie auf eigene Kosten. Die Zustimmung der anderen Eigentümer brauchen Sie, wenn dabei allgemeine Teile des Hauses berührt werden, etwa Kamin oder Fassade. Für Gas- und Heizungsleitungen darf diese Zustimmung laut Wohnungseigentumsgesetz aus diesem Grund nicht verweigert werden. Ein Wechsel auf Fernwärme oder eine Wärmepumpe betrifft meist das ganze Haus und läuft über die Hausverwaltung.
Für den Thermentausch gibt es in Österreich keine Preiserhebung, deshalb nennen wir keine Pauschale. Aktionspreise im Internet gelten meist für ein bestimmtes Gerät. Was den Preis bestimmt: das Gerät, eine nötige Anpassung von Kamin oder Abgasführung, der Anschluss für das Kondensat und die Entsorgung der alten Therme. Belegt ist die Arbeitszeit: für Wien Facharbeiterstunde 90 bis 173,69 Euro (im Schnitt 119,61 Euro). Quelle: AK Wien: Handwerkerkosten inklusive Notdienste in Wien, 20 Gas-Wasser-Installateure, gestreut über Wien, Stand Dezember 2025. Holen Sie zwei bis drei schriftliche Angebote ein, mit allen Positionen und mit dem, was nicht enthalten ist.
Für eine neue Gastherme gibt es auch in Wien keine Förderung. Wer von Gas auf Fernwärme, Wärmepumpe oder Biomasse umsteigt, bekommt von der Stadt 35 % der förderbaren Kosten, in einer Wohnung höchstens 5.250 Euro, im Eigenheim höchstens 8.000 Euro. Ist die Wohnung danach ganz ohne Gas, also auch ohne Gasherd und mit abgemeldetem Anschluss, kommt die Dekarbonisierungsprämie von in der Regel 1.000 Euro dazu. Beides gibt es nur für den Hauptwohnsitz, ohne Rechtsanspruch und solange das Budget reicht. Die Bundesaktion für einzelne Wohnungen ist beendet. (Angaben der Stadt Wien, Stand Oktober 2026)
In einem Einfamilienhaus ist das oft möglich, mehr dazu auf der Seite zur Wärmepumpe. In einer einzelnen Wohnung ist der Umstieg schwieriger: Fernwärme setzt eine Versorgung im Haus voraus, und die Stadt Wien schreibt selbst, dass der Wechsel einer einzelnen Wohnung von der Gastherme auf ein erneuerbares System „in den seltensten Fällen“ machbar ist. Fragen Sie die Hausverwaltung, ob ein Anschluss des ganzen Hauses geplant ist, bevor Sie eine neue Gastherme kaufen.
Ein Thermentausch läuft in vier Abschnitten ab:
Wie lange es dauert, hängt an Kamin und Anschlüssen. Lassen Sie sich im Angebot nennen, wie lange Sie ohne Heizung und Warmwasser sind.
Auf dieser Seite stehen Betriebe aus Wien, die laut WKO-Gewerbe oder eigener Angabe Heizungstechnik anbieten und die Sie direkt telefonisch erreichen. Ob ein Betrieb Ihre Therme tauscht und Ihre Marke führt, fragen Sie am Telefon. Halten Sie ein Foto vom Typenschild, das Baujahr und ein Foto vom Kaminanschluss bereit. Fällt die Therme gerade aus, finden Sie Hilfe im Installateur-Notdienst.
Quellen (abgerufen am 23. Oktober 2026): Erneuerbare-Wärme-Gesetz, § 3 MRG, Arbeiterkammer, Sanierungsoffensive des Bundes, Stadt Wien, Förderungen „Raus aus Gas“.
Gelistet sind Betriebe, die laut WKO-Gewerbe oder eigener Angabe Heizungstechnik anbieten. Ob ein Betrieb Ihre Therme tauscht und Ihre Marke führt, fragen Sie am Telefon.
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